Neujahrsreiten in MarienburgAlles Gute zum Neuen Jahr!
Am Anfang einer Veranstaltung ist Fegen angesagt - so auch in Marienburg, wo schon viele Helfer und Reiter vor dem Neujahrsreiten Hand anlegten. Es wurde gebacken, geputzt und - natürlich geübt: Voltigieren, Abteilungsreiten, Ponyspiele, Quadrille und Springen.
In dieser Reihenfolge traten dann auch die kleinen und größeren Reiter und Reiterinnen nach einer kurzen Begrüßung von Herrn Böker auf.
Angeführt von Birgit Böker liefen die kleinen Voltigierer in die Halle, um dem Publikum mit viel Spaß und Begeisterung ihre kleinen Kunststücke vorzuführen. Kinder des St.Ansgar-Heimes zeigten eine klassische Abteilungsreitstunde mit den drei Grundreitarten Schritt, Trab und Galopp. Aufmerksamen Zuschauern fielen allerdings zwei Pferde auf, die statt Trab lieber die vierte Gangart der Isländer, den Tölt, und statt Galopp lieber Pass benutzten. Spätestens jetzt wussten alle, dass es sich hier um keine "normalen" Pferde, sondern um eigenwillige Isländer handelt.
Anschließend bewies die Jungenreitgruppe ihre Geschicklichkeit bei den Ponyspielen. Zuerst gab es Staffelreiten unter erschwerten Bedingungen, indem ein Glas auf eine Stange gesteckt und ein anderes einem anderen Reiter gebracht werden musste. Danach mussten die Kinder als Postreiter Briefe einsammeln und ihrem Kollegen den "Postsack" schnellst möglich bringen, damit dieser ebenfalls Post holen konnte.
Die erfahrenen Reiterinnen zeigten ihr Können in einer Quadrille, die mit den zwei Schecken und zwei Falben einen optischen Höhepunkt darstellte. Zwei der teilnehmenden Pferde hatten als Jungstars ihren ersten öffentlichen Auftritt und zeigten tadelloses Benehmen, auch wenn der Applaus sie ein wenig schreckte.
Nun betraten vier Akteure die Arena, zwei Nordmänner, nein Nordfrauen, mit Wikingerhelm ließen keinen Zweifel an der Herkunft ihrer vierbeinigen Gefährten. Zu passender Musik bewiesen die erfahrenen Wallachen Vinur und Glampi, dass Isländer durchaus springen können und das sogar simultan. Zum Abschluss ritt eine echte Schornsteinfegerin in die Halle, um an die Kinder und andere Naschkatzen Glücks(schwein)kekse zu verteilen.
Jetzt hatten auch die hartgesottensten Zuschauer kalte Füße und konnten bei einer heißen Waffel, Tee oder Kaffee und belegten Broten den Kindern beim abschließenden Ponyreiten zusehen. So ging ein kurzweiliger Nachmittag trotz anhaltenden Regens fröhlich zu Ende. (Ursula Brandis)
Text und Bilder von Ursula Brandis